" MATERNITÁ
"
DAS BILD DER URMUTTER
bis 15.April 2010
Maternità der
Ashanti, Ghana
Die Skulptur stammt von der Hand von Kwako Bempah, gest. 1925
Literatur: ROSS, African
Arts, "The Art of Osei Bonsu", 1984/40
Höhe 48 cm
Die besondere Form
der Frisur deutet darauf hin, dass es sich bei der Dargestellten
um eine
hochstehende Persönlichkeit handelt, wahrscheinlich um eine
Hohepriesterin.
Dr. Paul Kummert erwarb die Skulptur
1959 von Bretschneider, München, der sie aus einer alten,
namhaften Privatsammlung übernommen hatte. Ab 1989 Priv.Collection
Arthur Strauss.
Maternita der Bamileke, ex Slg. van Lier
Die zahlreichen Darstellungen der "Muterschaft"
symbolisieren die gesellschaftliche
Wertvorstellung der Urmutter als Gründerin des Stammes.



Maternita der Sukuma, Tansania,
Höhe 2 m
Die zahlreichen Darstellungen
von Mutter-Kind-Figuren (Maternit`a) in der Afrikanischen Kunst
symbolisieren die
gesellschaftliche Wertvorstellung der Urmutter.
Der Afrikaner hat seine
Kunst vornehmlich als Instrument zur Kontaktaufnahme
mit den übersichtlichen Mächten geschaffen.
"Tshiwara-Paar"
Bambara, Mali
Sie ist somit Ausdruck
seiner Religion.
So manifestiert sich
in der Stammesmythologie die göttliche Kraft besonders
häufig in der Darstellung der "Urmutter", der ersten
Frau und somit Mitbegründerin des Stammes.
Chokwe,
Angola
Die meisten Stämme
sind matrelinear orientiert, auffällig ist das
enge Verhältnis zu ihren Töchtern.
Yombe,
Kongo
Yombe,
Kongo
Jede Lebensphase wird
von magischen Bräuchen eingeleitet. Am längsten und
intensivsten bei Tod.
Bakongo,
Kongo
Man bittet die guten Seelen der Ahnen
um Vermittlung und Fürsprache bei den Göttern.
Baule, Elfenbeinküste
Weibliche Figuren mit Kind stellen
ein würdevolles Bild eben dieser Urmutter dar.
In ihr ist der Sitz der Stammesseele.
Bakongo
Bakongo
Bakongo
Sie ist Mittler zu
den Göttern und bringt Fruchtbarkeit bei Kinderlosigkeit.
Baule,
Elfenbeinküste
Diese "Mutterschaften"
wurden nach strenger Überlieferung geschnitzt. Je kraftvoller
und schöner sie sind,
um so mehr fühlt sich die Seele darin zuhause und bleibt
somit dem Stamm nah.
Baule,
Elfenbeinküste
Chokwe, Angola
So seien nur einige Beispiele genannt
und gezeigt, anhand derer die Galerie versucht,
die Formenvielfalt und Ikonographie der "Maternita"
zu dokumentieren.
Alle Objekte stammen aus nationalen
und internationalen Privat-Sammlungen.