BRONZE MASKEN
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DAS GEHEIMNIS DER
TIKAR
KAMERUN
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Öffnungszeiten:
Di. - Fr. von 12 - 18 Uhr, Samstag n.V.
Tel. 089-21939180 / 0172-3160466
Dauer der Ausstellung:
Ende Februar
Die Tikar sind eine Volksgruppe von
etwa 12.000 Menschen, die in der Nähe der Bamum
im Kameruner Grasland lebt. Sie wurden erst 1911/12 von der Thorbecke-Expedition
erforscht und konnte deshalb ihre Kultur lange konservieren.
Als Mittelpunkt galt das Häuptlingstum
Bamkin, welches eine Art Hegemonie auf
andere Stämme ausübte. Auch der berühmte Bamumkönig
NJOYA führte
den Ursprung seiner Dynastie auf diese Erstgründung zurück.
Also waren die Tikar ein wichtiger
Kulturbringer in Kamerun.
Die Tikar-Kunst hat einen eigenwilligen
Stil. Es wird vermutet, dass der Brnze-Guss,
der von den Tikar hervorragend beherrscht wurde, seinen Ursprung
hier hatte
und dann nach Westen weiter getragen wurde.
Bekannt sind wundervolle Bronzemasken,
die im Wachsausschmelzverfahren,
im verlorenen Guss, hergestellt wurden. Sie geben Rätsel
auf und sind in der
Literatur nicht behandelt worden. Erst vor ca. 30 Jahren begann
man mit der Erforschung ihrer
Herkunft, hatte man sie doch bisher den Bamum oder Bamileke zugeschrieben.
Eine starke Ornamentierung und eine
hervorragende Gusstechnik zeichnen sie aus.
Die ausgestellten Masken sind von hervorragender
Qualität und nur sehr
selten anzutreffen. Sie wurden in den 60/70er Jahren von dem
bekannten Sammler aussereuropäischer Kunst
Dr.Paul Kummert zusammengetragen und waren um 1980
im Völkerkunstmuseum München ausgestellt.
Prof. Dr. Krieger, Völkerkundemuseum
Berlin-Dalem und
Frau Dr. Kescesi, München diente die Sammlung damals als
Grundlage für die Erforschung der Tikar.